Omnichannel Logistik: Veränderungen in Supply Chain und Logistik durch Omnichannel Strategie

20. September 2019 | Blog, Omnichannel

Omnichannel Logistik: Veränderungen in Supply Chain und Logistik durch Omnichannel Strategie

Omnichannel Management bedeutet, dass alle vom Unternehmen genutzten Absatzkanäle und Kundenkontaktpunkte miteinander vernetzt werden und dabei immer der Kunde im Mittelpunkt des Handelns steht. Um diese strategische Ausrichtung umsetzen zu können, müssen alle Organisationseinheiten perfekt aufeinander abgestimmt sein; einzelne Silos gehören der Vergangenheit an. Daher ist es zwingend notwendig, dass das Marketing und der Vertrieb, die Buchhaltung, die Logistik sowie die IT verzahnt sind. Auch werden z.B. Logistiknetzwerke im Omnichannel nicht mehr nach rein logistischen Parametern berechnet, sondern Produkt-, Kunden- und Marktcharakteristiken finden ebenfalls Beachtung.

Laut aktueller Forschung müssen die drei Dimensionen 1. Customer Experience, 2. integrierte Datenanalysen und 3. effektive Supply-Chain und Logistik erfüllt sein, um Omnichannel erfolgreich einführen zu können. So weit, so gut. Doch was bedeutet das konkret für ein Unternehmen?

Zwar haben wir keinen Leitfaden zur Hand, den Sie „nur“ abarbeiten brauchen und mit dem Sie am Ende zum erfolgreichen Omnichannel Unternehmen werden. Jedoch lautet unser Anspruch, Ihnen Denkanstöße mit auf den Weg zu geben und aufzuzeigen was eine Omnichannel Ausrichtung für Sie und Ihr Unternehmen bedeuten kann. Deshalb konzentrieren wir uns im weiteren Verlauf dieses Beitrags auf die Logistik- und Supply-Chain-Komponente des Omnichannels, denn ohne die Umgestaltung veralteter Supply Chain Netzwerke ist die Implementierung von Omnichannel nicht möglich.

Wieso Omnichannel (Logistik)?

Fest steht, dass durch die Vernetzung der Absatzkanäle und Kundenkontaktpunkte im Omnichannel auch die Teilsysteme der Supply Chain eine wichtige Rolle spielen und, anders als bisher, nun gemeinsam betrachtet werden müssen. Das bedeutet, dass Lagerung, Picking, interner Transport und letzte Meile nicht mehr isoliert geplant werden, sondern die gesamte Supply Chain als ein ganzheitlicher Prozess betrachtet wird.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, wieso Sie diese schier unmögliche Aufgabe überhaupt in Angriff nehmen und auf Ihrer Prioritätenliste nach oben setzen sollten. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Die Kunden entwickeln immer unterschiedlichere Anforderungsprofile, darauf müssen Sie, z.B. durch ein wachsendes Sortiment, vorbereitet sein.
  • Durch die Hinzunahme von weiteren Absatz- und Kommunikationskanälen müssen Kanalmanagement Strategien entwickelt werden.
  • Neue Services wie Click & Collect oder inStore Order erfordern neue Kompetenzen und Fähigkeiten.
  • Durch die steigende Zahl der Distributionsnetzwerke werden Distributions- und Retouren-Prozesses immer komplexer.
  • Das Wachstum der elektronischen Kanäle führt zu einer Zunahme an Hauslieferungen welche die Verkehrssituation in den Städten beeinflussen und die existierenden Logistikstrukturen und städtischen Güterströme herausfordern.
  • Steigende Netzwerkkomplexität erfordert die Notwendigkeit eines Inventurmanagements.

Letzte Meile und Liefernetzwerke

Trotzdem gibt es noch einige Fragezeichen, die auch von der Wissenschaft noch nicht gelöst werden konnten und die sich insbesondere auf die Einzelhandelslogistik beziehen. An vorderster Stelle stehen die operativen Herausforderungen bei der Durchführung von Logistik auf der letzten Meile. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die letzte Meile der teuerste Baustein des Liefernetzwerkes ist, ist es notwendig eine Systematik und einen Planungsrahmen zu entwickeln, um diese auf der letzten Meile bewerten und optimieren zu können. Außerdem spielt die potenzielle Rolle des Einzelhandelsgeschäfts als Knotenpunkt für den Materialumschlag mehr und mehr eine Rolle. Neuartige Liefernetzwerke entwickeln sich.

In Bezug auf die Liefernetzwerke ist es weiterhin nötig, diese nicht nur auf der letzten Meile sondern auch in die Rücknahmelogistik zu integrieren. Diese wird aufgrund der Tatsache, dass Kunden über immer mehr verschiedene Kanäle einkaufen können und im Omnichannel oftmals verschiedene Rücknahmeoptionen zur Verfügung stehen, ebenfalls immer komplexer.

Die Rolle der Logistikdienstleister

Derzeit ist die Lage so, dass die Händler ihre Logistik eher auslagern. Ob das auch bei einer steigenden Omnichannel Ausrichtung so bleibt, ist allerdings ungewiss. Sicher ist hingegen, dass sich die Rolle der Logistikdienstleister ändern wird. Denn bislang sind diese für den Kunden so gut wie unsichtbar gewesen, durch Omnichannel werden die Logistikdienstleister plötzlich sichtbar und oftmals sogar zum ersten Kontaktpunkt für den Kunden. Daher steht fest, dass sich die Dienstleister in den Bereichen Geschäftspartnerschaften, Kundenservice, Akquisition und Expansion weiterentwickeln müssen, um am Markt bestehen zu bleiben.

Fragen über Fragen in der Omnichannel Logistik

Sie sehen schon, es gibt in Bezug auf Omnichannel Logistik noch viele Fragen, die beantwortet werden müssen. Nicht nur die letzte Meile, Logistiknetzwerke und die Rolle der Logistikdienstleister ist noch ungeklärt, auch die Frage von wo aus Onlinebestellungen abgewickelt werden sollten, wie sich eventuell die letzte Meile und Sharing Economy Modelle überschneiden und die Frage nach der Existenz kontextspezifischer Omnichannel Vertriebssysteme bedürfen weiterer Forschung.

Fest steht ebenfalls, dass es nicht das eine Best Practice Unternehmen gibt, an dem Sie sich orientieren können. Im Gegenteil: Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg zum Omnichannel finden und dabei auf die individuellen Gegebenheiten und Anforderungen der eigenen Zielgruppe eingehen.

Das bringt Omnichannel Ihnen auf lange Sicht

Wenn Omnichannel konsequent und vollumfänglich umgesetzt wird, profitieren Supply Chain und Logistik von einer Verbesserung der Effizienz und einer Reduzierung der operativen Kosten. Dazu entstehen eine bessere Rückverfolgbarkeit und Skalierbarkeit. Auf Organisationsebene wird so die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und Geschäftsinnovationen können besser eingebunden werden. Das führt letztendlich zu einer Verbesserung des Kundenservices – und darum geht es, denn beim Omnichannel steht schlussendlich immer der Kunde im Mittelpunkt des Handelns.

Sie sehen noch viele Hürden und Herausforderungen? Beispielsweise die Hürde, ein einheitliches Informationssystem einzuführen, welches die verschiedenen Kanäle verbindet? Oder die Hürde, einen integrierten Prozess zu entwickeln und diesen über mehrere Kanäle hinweg zu nutzen? Wir können Ihnen dabei helfen die verschiedenen Aspekte des Omnichannels herunterzubrechen und gemeinsam die Möglichkeiten zu diskutieren, die für Ihr Unternehmen bestehen. Unsere Omnichannel Experten freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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