Logistik 4.0

– Den Experten gefragt −

Cyber-Physische Systeme und Smart Products werden durch das Internet der Dinge miteinander vernetzt

Das Expertenteam von Vallée und Partner berät deutschlandweit in den Bereichen Logistik und IT. Fachexpertise ist gefragt und das VuP-Team stellt sich auch gerne in regelmäßigen Abständen für Vorträge und Messen zur Verfügung, um Wissen zu vermitteln, aufzuklären und Veränderungsprozesse anzustoßen. So war es immer und so bleibt es. Am 07.12.2015 lud die dbh Logistics IT AG (dbh) zum traditionellen Nikolaus Open House – kurz NOH – am Bremer Stammsitz in der Martinistraße ein. Mit rund 130 Gästen war diese Veranstaltung gut besucht und neben anderen Referenten war auch Vallée und Partner mit einem Experten repräsentiert.

Starker Auftritt: Markus Lohmann erklärt verständlich in VuP-Manier

Markus Lohmann referierte zum Thema „Industrie 4.0 aus Logistiksicht“ und stellte gleich klar, dass die Verflechtung in einer globalisierten und zunehmend digitalisierten Welt oft unterschätzt werden. Der Siemens-Chef Joe Kaeser meinte einmal „Industrie ist eine Revolution, die die 2020er Jahre bestimmen wird. Sie wird ganze Geschäftsmodelle und die Industrie weltweit verändern.“ Aber was ist das eigentlich Industrie 4.0? Es geht um den Einsatz von cyberphysischen Systemen, die eigenständig entscheiden. So wie auch die ersten drei industriellen Revolutionen weltweite und grundsätzliche Veränderungen herbeigeführt haben, so geschieht dies auch durch die Digitalisierung. Es gibt zahlreiche Themen im Kontext von Industrie 4.0, erläuterte Lohmann. Hier fielen Begriffe wie Big Data, Embedded Systems, Internet der Dinge, Cloud und natürlich Smart Factory.

Handel 4.0: Zentrale Herausforderungen für jeden Händler

Es stehen in diesem Zusammenhang für alle Händler grundlegende Entscheidungen an. Sie ignorieren kann man nicht. Tut man es doch, ist man von der Entwicklungsdynamik sehr rasch abgehängt. Technologie, Organisation, Humankapital, alle Bereiche sind betroffen. Die Medien fassen dieses Gros an Veränderungen und Herausforderungen auch unter dem plakativen Begriff Handel 4.0 zusammen. So bekommt der ganze Prozess etwas Revolutionäres. Das ganz große Update? Eine neue Version des Handels?

Eine angepasste IT für alle Eventualitäten

Aktuell erleben wir noch immer statische Produktionsleitsysteme. Hier spricht der Fachmann auch von zwangsverketteten Produktionsstraßen. Eine monotone Ausrichtung und Arbeit führen aber auch zu eingeschränkter Individualität. In der Zukunft müssen Produktionsstraßen deshalb dynamischer und anpassungsfähiger gestaltet sein, um konkurrenzfähig zu sein. Frei bewegliche Roboter können dann beim Einbau beispielsweise eigenständig erkennen, ob es sich um einen Standardsitz oder das Sportmodell handelt. Die IT hält diesen ganzen Apparat am Laufen und sollte im Idealfall von der Konstruktion über die Montage bis zur Inbetriebnahme alle Eventualitäten mit einbeziehen und entsprechend eingestellt sein.

Schlüsselfaktoren erkennen

Lohmann, seines Zeichens Geschäftsführer des Beratungshauses Vallée und Partner, ließ außerdem tiefer in die seine Zukunftsvision blicken und setzte in seinem Vortrag Akzente im Themengebiet „Smart Logistics“ Zur Orientierung: Große Unternehmen, wie Amazon verzeichnen heute schon 51 Verkäufe pro Sekunde. All diese Warensendungen müssen ihren Weg finden zu den Endabnehmern. Ein idealer Logistikstandort ist aber nicht mehr für viele Jahre gültig. Im Konzept der Smart Logistics werden umzugsfähige logistische Knoten relevanter. Am Kundenbedarf orientiert, werden schon heute Vertriebs- und Liefernetzwerke in kürzester Zeit angepasst.

Keine Fiktion: Werkstücke verarbeiten sich quasi selbst

Ähnliche Anforderungen an Flexibilität müssen die eingesetzten Fahrzeuge erfüllen. Durch intelligente IT-Vernetzungen werden diese imstande sein voneinander zu lernen. Sie bilden selbst Reihenfolgen und funktionieren mit den Kisten im Lager, die wiederum selbst zu CPS (Cyber Physischen Systemen) werden. Das heißt jede Kiste übernimmt quasi selbst die Bestandsführung, kommuniziert, kontrolliert Mindestbestände und vieles mehr. Personen werden hier von den eingesetzten Systemen automatisch erkannt. „Die Teile wissen, wer sie sind. Und sie sagen Ihnen, wie sie zu verarbeiten sind“, lässt Lohmann vielsagend fallen. Werkstücke informieren auch selbstständig die Maschinen über den nötigen Bearbeitungsprozess. Maschinen kommunizieren also mit anderen Maschinen, ohne Beteiligung des Menschen. Klingt abgefahren, ist aber Realität. Im Bereich der Wartung lernen selbstlernende Feldgeräte sogar aus früheren Fehlern.

Verflechtungen der Logistik 4.0

Industrie 4.0 wird an dieser Stelle auf den Bereich Logistik mit seinen endogenen Bedingungen und Regeln projiziert. So entstand der in den Medien präsenter werdende Begriff Logistik 4.0, der sich im engeren Sinne mit den für die Logistik relevanten Veränderungen der vierten industriellen Revolution beschäftigt. Die IT, als Bindeglied, hält alle Systeme zusammen und stimmt in Bruchteilen von Sekunden alle Systeme ab. Ein Grund, warum fortschrittliche Logistikberatungen, wie Vallée und Partner, Logistik und IT ganzheitlicher betrachten. Eben weil diese beiden Bereiche quasi symbiotisch miteinander verflochten sind.

Eine konkrete Roadmap vom Experten

Lohmann bot den Zuhörern zum Themenkomplex auch Beispiele bereits durchgeführter Projekte. Erfolge von Industrie 4.0-Anpassungen im Bereich der Logistik wurden so durch ihn in messbarer Weise aufgezeigt. Für eine Implementierung im eigenen Unternehmen wurde der Gesellschafter von Vallée und Partner noch konkreter und präsentierte den Zuhörern eine Roadmap. Von der Best-Practice Idee, über die Kontaktaufnahme mit Anbietern und Beratern und der eigenen Formulierung einer unternehmensspezifischen Logistik 4.0 – Vision kann man relativ zügig in die Umsetzung eines Handlungskonzeptes gelangen. Erhalt von Arbeitsplätzen, Kostenersparnis, Effizienzgesichtspunkte, Erhalt des Geschäftsmodells, Bedienen von neuen Absatzmärkten: Man kann von Modernisierungsbemühungen in der eigenen Logistik auf vielfältige Weise profitieren. Wenn man am Ball bleibt.

Unterschätzte Bedeutung der IT-Sicherheit

Es gibt natürlich auch Hürden und viele Risiken auf dem Weg in die Umsetzung der eigenen Vorstellungen. Die Bedeutung der IT-Sicherheit wird weithin unterschätzt und vernachlässigt. Auch rechtliche Unsicherheiten spielen eine große Rolle. Vorausschauende Planung sei für den Unternehmensberater der Schlüssel zum Erfolg. Natürlich sei das für die Gäste zum Abschluss der Veranstaltung „Nikolaus Open House“ nun alles offensichtlich. „Keine Sorge“, scherzte Lohmann. „Einen Ansprechpartner für Logistik 4.0 haben Sie ja jetzt.“

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