In eigener Sache – CEO Wechsel bei Vallée und Partner

4. Mai 2020 | Allgemein, Blog

Wechsel der Geschäftsführer von Vallée und Partner

Markus Lohmann hat die VuP GmbH auf eigenen Wunsch zum 30. April 2020 verlassen. Wir danken ihm für alles, was er in dieser Zeit Positives bewirkt hat. Für seinen unermüdlichen Einsatz und viele gute und weitsichtige Entscheidungen.

Gleichzeitig begrüßen wir Prof. Franz Vallée, derzeit wissenschaftlicher Leiter sowie Gründer der VuP GmbH und Kristian Luersen, seit 2014 Berater bei uns, als neues Geschäftsführungs-Duo. Dieser Wechsel ist nun seit einigen Wochen in Planung und im Hintergrund ist der neue Einfluss bereits deutlich zu spüren. Obwohl die Corona-Krise auch uns trifft, konnte das Unternehmen nicht nur in sicheres Fahrwasser manövriert werden, die Umsätze konnten sogar in dieser Zeit noch kontinuierlich gesteigert werden. Innerhalb kürzester Zeit ist es gelungen, dass alle Mitarbeiter aus dem Home Office heraus unsere Kunden via Websession und Telefon betreuen, dass neue erfolgreiche Konzepte erarbeitet wurden und das alle geplanten Events ebenfalls online stattgefunden haben.

Nicht zuletzt konnten wir unsere Process Minng Expertise weiter ausbauen und haben die Zeit auch genutzt, um uns weiter umfangreich zertifizieren zu lassen.

Interview mit Prof. Franz Vallée und Kristian Luersen

Prof Vallée, wie bewerten Sie die in der Krise neu erarbeiteten Konzepte und was denken Sie, wird die Corona Zeit bei VuP überdauern?

Antwort Franz Vallée: Diese weltweite Pandemie wird auch unser Wirtschaftsleben nachhaltig verändern und darauf bereiten wir uns bewusst vor. Hierzu mal drei Beispiele:
Erstens: Viele Unternehmen stellen Ihre Wertschöpfungsketten auf den Prüfstand und fragen sich, ob ggf. ein weiterer lokaler Lieferant zusätzlich aufgebaut werden muss bzw. gewisse Tätigkeiten wieder selbst durchgeführt werden. Die Vorgehensweise und die Bewertung der Auswirkungen auf die Logistik kann mit unserer Expertise durchgeführt werden.
Zweitens: Auch das Thema Bestandsmanagement wird bei den Unternehmen stärker auf den Prüfstand kommen. Dabei gibt es Unternehmen die Bestände bewusst abbauen müssen, um die Kapitalbindung zu senken, in anderen Branchen müssen ggf. Sicherheitsbestände aufgebaut werden. Dabei handelt es sich selten nur um eine 0/1-Entscheidung. Es gibt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten der Zusammenarbeit. Hier helfen wir seit einiger Zeit verstärkt dabei diese Versorgungsstrategien zu erarbeiten, zu bewerten und umzusetzen.
Und: Das Thema Digitalisierung erlebt gerade einen regelrechten Aufschwung, weil wir alle gezwungen werden über virtuelle Medien zusammenzuarbeiten. Dieser Schwung ist zu nutzen und z.B. sinnvolle Prozesse zu digitalisieren, Daten zu nutzen und auch neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber zu stehen.

Herr Luersen, als langjähriger Software Berater bei VuP haben Sie auch den Logistikberatung in der Tiefe kennenlernen dürfen. Wie denken Sie, können Logistik- und IT-Beratung in Zukunft noch besser miteinander verschmolzen werden?

Antwort Kristian Luersen: Genaugenommen gibt es diese Trennung gar nicht und es gab sie auch nie. Logistik ohne IT ist nicht mehr denkbar und andersherum wird IT immer als Werkzeug verwendet, um Material- oder Werteflüsse zu steuern. Wir müssen beide Säulen auch in der Beratung als Einheit begreifen und uns am Kundennutzen orientieren. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der Herausforderungen, mit denen wir durch die Corona-Krise konfrontiert werden. Alles muss ineinandergreifen, um den größtmöglichen Mehrwert zu bieten. Das Credo von Vallée und Partner ist also aktueller denn je.

Seit Februar ist die VuP GmbH nun Partner von celonis und führt selbst Process Mining Projekte durch. Dies ist gelungen, obwohl wir einer der kleinsten Partner im celonis Netzwerk sind. Wie ist das gelungen und wieso ist dies der richtige Schritt?

Antwort Kristian Luersen: Das Process Mining Konzept ist der nächste logische Schritt vor dem Hintergrund des Business Process Management. Es verbindet Data Mining und Business Intelligence und macht die Prozesse in den Systemen erstmalig wirklich messbar und transparent. Für Unternehmen bietet es daher die Chance zielgerichtet Prozessverbesserungen anzustoßen und nicht nur subjektiv vorzugehen. Für uns als Unternehmensberatung ist der Marktführer Celonis daher der richtige Partner, um unseren Kunden diesen Nutzen aufzuzeigen und langfristig dafür zu sorgen, dass Prozessoptimierung keine Worthülse ist.

Antwort Franz Vallée: Process Mining ist zweifelsohne eine sinnvolle und intelligente Möglichkeit Transparenz zu gewinnen und durch aktive Steuerung der Prozesse wirklich besser zu werden. Und das permanent, ohne sich zu verzetteln! Wir haben uns daher sehr bewusst mit dieser Methodik und Technologie auseinander gesetzt, den Markt der Partner sondiert und uns klar für Celonis entschieden. Die Lösung, das Partnermodell und vor allem die Menschen und der Spirit dort haben uns überzeugt, so dass wir zügig zum zertifiziertem Partner wurden.

Prof Vallée, die Corona Krise zeigt auf, dass kein Unternehmen sich seines Geschäftsmodells zu sicher sein darf und wie wichtig Flexibilität ist. Wie werden diese Erkenntnisse zukünftig in die Beratung mit einfließen?

Antwort Franz Vallée: Jedes Unternehmen muss permanent die Frage beantworten warum die Kunden in der Zukunft ausgerechnet bei dem Unternehmen kaufen sollten. Nur wer auf diese Frage eine klare Antwort geben kann ist wettbewerbsfähig. Die Corona Krise zeigt uns schlagartig wie sich Kundenverhalten innerhalb kürzester Zeit ändern kann. Unternehmen müssen das erkennen und entsprechend schnell reagieren, indem Sie z.B. jetzt aktuell Lieferdienste aufbauen oder nutzen.

Herr Luersen, auch die Digitalisierung erlebt einen großen Schub aufgrund der aktuellen Situation. Dass viele Kunden, gerade aus dem Mittelstand nicht optimal aufgestellt ist, wird ja täglich besprochen. Aber was sollte jetzt genau getan werden, um zukünftig flexibler und unabhängiger aufgestellt zu sein?

Antwort Kristian Luersen: Ich denke, die Corona Krise hat auch gezeigt, mit welcher Geschwindigkeit Menschen und Unternehmen in der Lage sind, sich wenn nötig zu verändern und den erforderlichen Umständen flexibel anzupassen. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig nicht stehen zu bleiben und sich auf die Zukunft vorzubereiten. Neben vielen anderen Themen wird die Bedeutung von Logistik und IT zunehmen, die Notwendigkeit Prozesse zu harmonisieren und zu automatisieren wird noch wichtiger werden. Jedes Unternehmen hat dabei unterschiedliche Ausgangssituationen. Hier sollte man ansetzen. Welchen Grad der Digitalisierung habe ich bisher schon erreicht? Was will mein Kunde? Wo will ich mit meinem Unternehmen eigentlich (digital) hin? Ausgehend von einer klaren Standortbestimmung sollte jedes Unternehmen für sich eine Digitalstrategie beschreiben und dann die erforderlichen Maßnahmen gezielt umsetzen. Digitalisierung ist natürlich ein weites Feld, ich bleibe daher mal im Prozessumfeld: in vielen Unternehmen stecken automatisierte Prozesse noch in den Kinderschuhen, obwohl vergleichsweise moderne Softwaresysteme im Einsatz sind. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Unternehmensorganisation: Software ist nur so gut, wie sie eingeführt wurde und von den Anwendern genutzt wird. Eine Potenzialanalyse und anschließende Prozessoptimierung können hier helfen.

Wie wird die Rolle des Geschäftsführers von nun an unter Ihnen aufgeteilt sein?

Antwort Kristian Luersen: Generell haben wir traditionell sehr flache Hierarchien und eine große Eigenverantwortlichkeit bei den Mitarbeitenden. Das ist im Beratungsgeschäft nicht selten. Die Aufteilung, die wir getroffen haben ist eine eher klassische: während sich mein Kollege Vallée auf den Vertrieb, die Personalentwicklung und die Vernetzung zur Hochschule und somit um das wissenschaftliche Fundament unserer Arbeit kümmert, liegt bei mir eher der kaufmännische und administrative Part. Natürlich sind wir beide aber auch operativ in Projekte eingebunden.

Antwort Franz Vallée: Wir leben von vielen guten Ideen unserer Mitarbeitenden und Kunden sowie der Übertragung von neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Daher ist unsere gemeinsame Geschäftsführungsaufgabe die eines guten Zuhörers, der dann Rahmenbedingungen schafft, um neue Ideen strukturiert weiter zu entwickeln, um somit für unsere Kunden in Beratungen Mehrwerte zu generieren. Kristian Luersen sorgt dafür, dass wir uns hier nicht übernehmen und das richtige Tempo gehen. Daher ergänzen wir uns gut.

Wo denken Sie, wird die VuP GmbH in 5 Jahren stehen? Was sind die langfristigen Ziele und welche Schritte müssen dafür eingeleitet werden?

Antwort Franz Vallée: Logistik und IT sind in den letzten Jahren in den Unternehmen zunehmend zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden. Die Corona Krise hat diese Wahrnehmung anschaulich verstärkt. Viele Unternehmen müssen sich in diesen Bereichen besser aufstellen und haben Handlungsdruck. Dabei unterstützen wir durch unsere Neutralität mit unserem Expertenwissen und der Erfahrung aus vielen erfolgreichen Projekten. Wenn es uns weiterhin gelingt Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen, dann werden wir zwangsläufig wachsen. Wichtig ist dabei ein gut ausgebildetes, hochmotiviertes Team zu haben. Konkret müssen wir unsere Fähigkeit beibehalten, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen und flexibel zu bleiben. Unser Ziel ist nach wie vor mit viel Herzblut und Spaß Projekte zu bearbeiten.

Antwort Kristian Luersen: Ich denke, dass wir die Beratung der Zukunft deutlich digitaler sein wird als heute. Tools wie Celonis bilden die Grundlage dafür. Am Ende ersetzen diese aber nicht den Menschen, so dass es immer noch darum geht, Unternehmen in die Lage zu versetzen ihr Geschäft und dessen Komplexität erfolgreich zu meistern. Dem Mittelstand stehen hierbei besondere Herausforderungen bevor. Wir wollen als der Prozess-Experte wahrgenommen werden, der den Mittelstand in das digitale Zeitalter führt.

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