ERP-Tag bei Vallée und Partner

29. November 2018 | Allgemein, Blog, Omnichannel, Software

Tipps und Insiderwissen für einen exklusiven Kreis

Es war das allererste Mal, dass das Team von Vallée und Partner zum ERP-Tag geladen hatte. Und es wurde gleichzeitig der erste Erfolg des neu entstandenen Formats. Gemeinsam mit 14 Unternehmensvertretern wurde diskutiert und mit Argumenten jongliert. Von vorneherein war es das Ziel den Adressatenkreis exklusiv und keinen Frontalvortrag zu halten. So kam es dementsprechend zu regen Debatten über Software und Organisationsformen oder beispielsweise zum Austausch über das Thema Cloud vs. on premise.

Der Nachmittag startete mit einer Begrüßung von Markus Lohmann, der alle Anwesenden direkt aufforderte alle Fragen zu stellen, auch einfach in die Vorträge hinein. Genau so, ohne Barrieren und ohne feste Rollen, hatte es sich der Geschäftsführer von Vallée und Partner gedacht. Das VuP-Team führte über den Nachmittag einen lebhaften Diskurs mit den Gästen, die aus TOP-Entscheidern und Experten aus den Bereichen Logistik, Software und Omnichannel bestanden.

Kristian Luersen erläutert ERP-Historie und enabling technologies

Die ERP-Berater Kristian Luersen und Christian Gerdes hatten ein Rahmenprogramm vorbereitet, das zunächst eine Möglichkeit für eine historische Einordnung bot: Eine ERP-Historie von 1960 bis zum heutigen Status quo.

Die industrielle Automatisierung hat in den 1960er Jahren mit den enabling technologies Mainframe und PC ihren Anfang genommen. In den 1960er bis in die 1980er-Jahre fand unter anderem eine Automatisierung einzelner Funktionsbereiche statt. Von 1990 bis 2000 kam überdies ein flächendeckender PC-Einsatz hinzu. Außerdem wurde das Breitband-Internet eingeführt. Gleichzeit ist dies auch die Zeit des sich verstärkenden Einsatzes von Client Servern, die zu einer Geschäftsprozess-Automatisierung führte. Cloud, Mobile und Big Data sind die vorherrschenden Themen in den ersten zehn Jahren der 2000er Jahre. Hier sprechen Experten erstmalig von flächendeckender digitaler Transformation. Von 2000 an waren die sozialen Medien auf dem Vormarsch und beeinflussten seitdem auch die Entwicklungsprozesse in der ERP-Branche, so Luersen.

Heute erlebt die ERP-Branche eine ganz neue Phase, die durch den Einsatz intelligenter Technologien, wie maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz, IoT und Blockchain geprägt sind. Es ist die Zeit des „intelligenten Unternehmens“, welches selbst bei der Organisation der Datenflut und seiner eigenen Weiterentwicklung hilft. Grundsätzlich existieren zwei Philosophien Unternehmensprozesse durch Systeme, wie z.B. ERP, zu unterstützen. Zum einen ist das ein integriertes System, das alle Funktionalitäten im ERP-System bündelt. Einen anderen Ansatz verfolgt Best-of-Breed, bei dem ein Kernsystem mit den wichtigsten Funktionalitäten besteht, um welches zusätzliche Elemente als Satelliten angebunden sind. Mehr in diesem Blog-Beitrag.

Christian Gerdes zur ERP-Auswahl – Mahnung zu mehr Weitsicht

Darüber hinaus gehört für VuP-Berater Christian Gerdes zur Softwareauswahl auch immer eine Abwägung zwischen den verschiedenen, möglichen Betriebsmodellen. Der dynamische ERP-Spezialist empfiehlt dafür alle kaufmännischen und technischen Argumente auf dem Tisch zu haben, bevor man irgendeine Entscheidung trifft. Das heißt, es sind Grundsatzentscheidungen gefragt. Ob es unter dem Strich Cloud oder on premise als Betriebsmodell wird, ist eine solche Richtungsentscheidung. In seinem Vortragsteil auf dem ERP-Tag eröffnete er den Gästen nicht nur eine Marktübersicht, sondern bot vielmehr einen Vergleich zwischen den potenziellen Betriebsmodellen. Allerdings mahnte er darüber hinaus auch die technischen Restriktionen der einzelnen Anbieter immer im Auge zu behalten. Für einige Anbieter bedeutet eine konsequente Cloud-Strategie bspw. auch, dass Anwenderunternehmen sich dabei komplett dem Standardprozess unterwerfen und infolgedessen auf Individualisierungen verzichten müssen. Andere sind hier offener und haben Lösungen geschaffen, die eine Individualisierbarkeit auch im Cloud-Modell zulässt. Kleinere Anbieter folgen den Großen auf dem Fuß, punkten durch eine hohe Spezialisierung und finden so ihren Platz im ERP-Dschungel.

Sich die Bälle zuspielen – Fragen aus dem Publikum

Die Gäste des ERP-Tages von Vallée und Partner nutzten die Möglichkeit ihre Fragen an unsere Experten zu richten. Ein Auszug aus den erläuerten Themen:

  • Wie relevant sind ERP-Eigenentwicklungen?
  • Wie schaffe ich es agil zu werden? Können Sie einen Fall schildern, wie dies beispielsweise gelingen kann?
  • Thema Betriebsmodelle: Sind Branchenlösungen bei der Verfolgung der Cloud-Strategie (weiterhin) verfügbar?
  • Wie sieht es mit der Datensicherheit bei Cloud-Nutzung aus (DSGVO)? – Wo liegen meine Daten?
  • Thema Lizensierung: Ist ein Lizenzkauf trotz Cloud-Nutzung weiterhin möglich?
  • Wie verläuft ein Wechsel von der On Prem zur Cloud-Nutzung bei Bestandskunden?
  • Kann sich, unter Berücksichtigung im Angesicht hoher Investitionssummen, eine Softwaremiete tragen? Oder ist eine Eigenentwicklung nicht sinnvoller?

 

Nachfragen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau

  • Wie werden die internen Kosten für die Integration, Wartung und Support bei der Softwareeinführung berücksichtigt?
  • Wie definiert sich ein User?

Nachfragen im Bereich Retail

  • Wie aufwendig sind Updates/Rollouts im Retail? Gibt es tatsächlich Unternehmen, die SAP im Retail einsetzen?
  • Wird Microsoft 365 für Finance & Operations noch als Concurrent Modell angeboten?
  • Wie lange ist die übliche Mietdauer bei Softwaremiete? Gibt es hier Mindestmietzeiten? Wie flexibel kann ich Software- und Hardware bei SaaS/IaaS abbestellen?
  • Was sind Motive für die Investition in ein ERP-System?
  • Wie kann ich den ROI einer Softwareinvestition bestimmen? Um diese dem Aufsichtsgremium als gewinnbringend zu vermitteln.
  • Wie muss die Mannschaft/meine interne Organisation für ein ERP-Projekt aufgestellt sein?
  • Gibt es im Gegensatz dazu auch die Möglichkeit ein ERP-System zu leasen? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich?

 

ERP-Tag: Abschluss mit langen Gesprächen und Netzwerken

Selbstverständlich verriet das VuP-Team ein wenig mehr von seinem Insiderwissen und hatte viele Tipps parat. Bis in den späten Nachmittag hinein blieben noch einige Gäste und suchten Einzelgespräche mit anderen Unternehmensvertretern und dem VuP-Beraterteam. Für Vallée und Partner war es eine gelungene Premiere. Und so überrascht es inzwischen nicht, dass es wahrscheinlich bald wieder einen ERP-Tag geben wird. Interesse geweckt? Dann schauen Sie weiterhin hin und wieder auf unserer Homepage oder auf unseren SM-Profilen (Facebook, LinkedIN, XING, Twitter) vorbei und diskutieren Sie bei nächster Gelegenheit mit uns über Logistik, Software und Omnichannel.

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