Auswirkungen der Digitalisierung auf die Logistik

8. November 2017 | Blog, Logistik

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Logistik

– Prof. Dr. Franz Vallée, FH Münster, VuP GmbH – Vallée und Partner –

Digitalisierung bedeutet nichts anderes dass nahezu alles in 0 und 1 erfasst wird und dadurch durch IT-Systeme bearbeitbar wird. Hier geht es nicht nur um Daten die aus Papierakten nun elektronisch zur Verfügung stehen. Nein auch Maschinen und LKWs (z.B. Bordcomputer, Sensoren), Prozesse (automatische Bestellungen), Kommunikation und auch Produkte (E-Book, Netflix, Spotify) werden digital. Selbst wir Menschen sind inzwischen vernetzt und können an verschiedenen Orten, zu fast jeder Zeit mit anderen zusammenarbeiten. Wir steuern Prozesse mit unseren Smart Devices bzw. manchmal werden wir durch diese gesteuert.

Im Rahmen der Digitalisierung eröffnen sich zahlreiche neue Geschäftsfelder im Dienstleistungsbereich und auch in der Industrie. Auf der anderen Seite wird sich der Konkurrenzdruck in nahezu allen Geschäftsfeldern und branchenübergreifend verstärken. Kundenanforderungen steigen, es entsteht Kostendruck und zwingt Unternehmen zu effizienten Prozessen. Zudem gibt es nicht mehr nur etablierte, bekannte Wettbewerber, die auf den Märkten konkurrieren. Hinzu kommen unzählige Start-Ups, die mit frischen Ideen und hungrig nach Erfolg einen Teil vom Kuchen abhaben wollen. Die am Markt befindlichen Unternehmen müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen.

Technologiefelder in der Logistik

Die Technologiefelder in der Logistik sind dabei in den Medien ganz speziell in aller Munde. Dazu gehören Themen wie Smart factory, intelligente Verkehrssysteme, Predictive Analytics, Autonome Fahrzeuge & Drohnen sowie der Digitale Zugang. Damit diese Technologiefelder (siehe Abbildung 1) überhaupt erst funktional verwendet werden können, werden verschiedene sogenannte „Enabler“ benötigt. Dazu gehören Cloud Computing, Internet der Dinge und auch Robuste Netze, um nur ein paar Beispiele aus der in der Grafik aufgeführten Enabler zu nennen.

Technologiefelder in der Logistik

Aber welche Bedeutung haben diese Technologiefelder nun genau und welchen Einfluss haben diese auf die Handlungen der verschiedenen Marktteilnehmer in Industrie, Handel und Dienstleistungen? Hier lassen sich drei Innovationsstränge differenzieren, die verschiedene Facetten umfassen: Prozessinnovation, Geschäftsmodellinnovation und Produktinnovation.

Prozessinnovationen

Bei Prozessinnovationen erfolgt eine Digitalisierung und Integration von Wertschöpfungsketten und Geschäftsprozessen. Bezogen auf die Logistik bedeutet die Digitalisierung Veränderungen für die gesamte Wertschöpfungskette. Hier sind immer weiter steigende Anforderungen hinsichtlich Transparenz, Lieferfähigkeit und Individualisierung zu erwarten. Die IT wird hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Sie ist Wegbereiter und sogleich Instrument für kundenorientierte Lösungen. In zukünftigen Wertschöpfungsketten müssen Prozesse eine enge Vernetzung aufweisen. Die Bedeutung der IT wird noch deutlicher, wenn es um die Zusammenführung von Daten und die Vermeidung von Risiken entlang der Wertschöpfungskette geht. Es sind hier also schlussendlich Effizienzgesichtspunkte und der Gedanke nach Fehlerreduktion, die die Notwendigkeit einer gut aufgestellten IT unterstreichen.

Geschäftsmodellinnovationen und Produktinnovationen

Bei Geschäftsmodellinnovationen erfolgt demgegenüber eine Anpassung bestehender und Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle. Ein beispielhaftes Geschäftsmodellmuster für die Logistik ist “analytics for optimization”. Im Rahmen dieses Musters können u.a. Transport- oder Verkehrsdaten auf Basis des Business Analytics Prozesses zur Routenoptimierung und zur besseren Personalplanung im Lager des Kunden genutzt werden.

Produktinnovationen sind demgegenüber eine Digitalisierung des Produkt- und Serviceangebot.

Aber wie sich dem Thema nähern?

Unternehmen müssen ihr Geschäftsfeld und ihre Marktanteile sichern. Es sind handfeste Lösungen gefragt, die über die bloße Problemfeststellung hinausgehen. Es gilt die im Unternehmen tätigen Mitarbeiter in diese Veränderungen mit einzubinden. Prozessstrukturen und die Organisation sind ebenso zu analysieren, wie die Kommunikationsstrukturen unter den Menschen. Die IT muss so aufgestellt sein, dass sie alle Prozesse abbilden und Datenintegrität gewährleisten kann. Letztendlich geht es in diesem Zusammenhang auch um den Schutz der eigenen Geschäftsgeheimnisse.

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